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InfoBrief52004

ATTAC-Gruppe Karlsruhe und Umgebung (www.attac-karlsruhe.de)


c/o: Gudrun Reiss, Fon 07202-8989
Meisenweg 13, 76307 Karlsbad, Gudrun.reiss@web.de

Redaktion des Infobriefes: Elke Neu, Fon 0721-575944, Elke.maria@arcor.de


Infobrief 5/04 14.05.2004



Liebe Freundinnen und Freunde,


Attac Karlsruhe hat zwei ereignisreiche Monate hinter sich: zahlreiche Veranstaltungen, die sehr gut besucht waren und uns zeigen, dass unsere Arbeit wichtig und richtig ist! Unseren Dank für Ihre Treue wollen wir aber auch mit der Bitte verknüpfen die Werte und Interessen von Attac weiterzuverbreiten. Informieren Sie Freunde, Bekannte und Verwandte. Wir wollen schließlich alle gemeinsam etwas bewegen.

Interessierte Bürger und Bürgerinnen sollen auch weiterhin die Möglichkeit haben sich zu informieren und die Entwicklungen demokratisch mitzugestalten...

Solche Veranstaltungen müssen aber auch finanziert werden und deshalb möchten wir Sie bitten: jede noch so kleine Spende trägt dazu bei, dass wir Ihnen auch weiterhin interessante Veranstaltungen bieten können. DANKE!

Die Bankverbindung für unser Spendenkonto finden Sie am Ende dieses Infobriefes.

Nicht vergessen: Kommunalwahl und Europawahl am 13. Juni 2004.


Das von Albrecht Kappis und Carolin Franta erarbeitete Infopapier zur Kommunalwahl 2004 „Quo vadis Karlsruhe? Lokale Wirtschaftspolitik und Schwerpunkte der Wirtschaftsförderung in unserer Stadt.“ kann noch im Foyer des DGB abgeholt oder im Internet unter www.attac-karlsruhe.de heruntergeladen werden. Falls im DGB-Haus keine mehr vorrätig sind und Sie haben keinen Zugang zum Internet, wenden Sie sich an Günter Schmittke im DGB-Haus.

Der Text versucht aufzuzeigen, in welchem Ausmaß die neoliberale Doktrin auch die lokale Politik beeinflusst, welcher Zukunft die Stadt Karlsruhe mit dieser Politik entgegengeht und welche anderen Wege noch möglich und begehbar sind.

Es gibt auch neue Materialien, die übers Attac Bundesbüro in Frankfurt zu beziehen sind. Informieren Sie sich bei

Attac Bundesbüro, Münchner Str.48, 60359 Frankfurt oder

Fon 069-900 281 22 oder Fax 069-900 281 99 oder

www.attac.de


1) Aktionen

2) Rückblick

3) Termine


1) Aktionen


Das Straßentheater Schluck&weg zeigt um 15 + 16 Uhr auf dem Karlsruher Marktplatz. Big Pharma und die sieben Zwerge. Die Rolle von Forschung und Welthandel im Gesundheitswesen.“

Außerdem Theater + Vortrag mit Dr. Christian Wagner (BUKO-Pharmakampagne), ebenfalls am 27.Mai, um 19 Uhr in der ESG; Gartenstr. 29a.

Schneewittchen leidet unter der Schlafkrankheit, doch Medikamente gibt es nicht. Die LaienschauspielerInnen der BUKO Pharma-Kampagne erzählen das alte Märchen von Schneewittchen neu und geben ihm politische Brisanz. Am Abend wird zudem viel Hintergrundwissen über die Rolle der Welthandelorganisation und die Geschäfte im medizinischen Sektor, insbesondere beim Umgang mit Patienten und der Privatisierung im Gesundheitswesen vermittelt.


Prof. Moshe Zuckermann ist 1949 in Israel als Sohn von Holocaust-Überlebenden geboren, aufgewachsen in Frankfurt und mit 21 Jahren wieder nach Israel imigriert, leitet heute das Institut für Deutsche Geschichte der Universität Tel Aviv. Seit 1990 ist er Dozent für History and Philosophy of the social and cultural sciences am Cohn-Institute der Universität Tel Aviv. Er ist zudem Herausgeber des Tel Aviver Jahrbuchs für deutsche Geschichte.

1994 veröffentlichte er in Israel eine Analyse der Holocaust-Instrumentalisierung während des Golfkrieges 1990. Hierzulande wurde er bekannt mit seinem Buch "Zweierlei Holocaust", mit dem er einige seiner Thesen zur Instrumentalisierung des Holocaust in Israel auch einem deutschen Publikum vorlegte.


Der Historiker und Soziologe Zuckermann, der sich bewusst für ein Leben in Israel entschieden hat, spricht sich vehement gegen die Besatzungspolitik aus und scheut auch nicht die kritische Auseinandersetzung mit innerisraelischen Verhältnissen". Er zeigt die Zusammenhänge der gesellschaftspolitischen Situation Israels und der Besatzungspolitik auf. Der Plan und die Frage der Umsetzung der „roadmap“, die Mauer und ihre Bedeutung werden analysiert: aus palästinensischer als auch aus israelischer Perspektive, wobei auf beiden Seiten die unterschiedlichen Interessenkonstellationen berücksichtigt werden – in ethnischer, religiöser und sozialer Hinsicht.

Wieweit ist es mit Sharons Ernsthaftigkeit der Räumungsabsichten illegaler Siedlungen bestellt? Fundamentalistische Kräfte, die versuchen gegen eine Konsolidierung des Friedensprozesses zu wirken, gibt es auf beiden Seiten: Siedlerfundamentalismus und der Fundamentalismus der Hamas und des Jihad. Welche Zusammenhänge gibt es zwischen dem Konflikt im Nahen Osten und dem strategischen Nationalinteresse der USA? Welche Bedeutung hat der Zusammenbruch der internationalen politischen Kultur der Nachkriegsära, die neue „Popularität“ von Krieg als legitimem Mittel der Neuordnung von Regionen, der Krieg im Irak für den Nahen Osten, bzw. den israelisch-palästinensischen Konflikt?

Weitere Publikationen: "Gedenken und Kulturindustrie", "Kunst und Publikum", "Gefangen zwischen Terror und Krieg?" (Beiträge von Zuckermann, Avneri, Schami u.a.)

Sowie ein Essay von ihm in "Wohin Israel?"






2) Rückblick

Der II. Karlsruher Attac-Kongress, der im Rahmen des Europäischen Aktionstages gegen Sozialabbau unter dem Motto „Genug für alle!“ stattfand, war sehr gut besucht. Das interessante Kongress-Programm mit kompetenten Experten zum Thema Globalisierung und Sozialabbau hat viele Menschen überzeugt, dass es sich lohnt sich zu wehren und Alternativen zu entwickeln.


Die beiden Befragungen anlässlich der anstehenden Europawahl und der Kommunalwahl fanden ebenfalls sehr großen Zuspruch. Die BNN berichtete erstmals diese Woche über Attac: nämlich über die Veranstaltung mit den Kandidaten, die sich für die Kommunalwahl gemeldet haben. Was die Auswahl der Kandidaten betrifft, machte eine frühe Planung der Veranstaltung es notwendig, sich auf die Parteien zu konzentrieren, die bereits im Stadtrat vertreten sind. Außerdem war es uns wichtig den Bürgern die Möglichkeit zu geben die gegenwärtige Politik der verantwortlichen Parteien zu hinterfragen.


Weitere Veranstaltungen mit Angela Klein von Attac Berlin, „Ein anderes Europa ist möglich“ und Jens Loewe zum Thema „Cross Border Leasing und Der Ausverkauf unserer Städte“ wurden ebenso zahlreich besucht.


3) Termine



Attac-Treff

zum Informationsaustausch, zur Koordination, zum Kennen lernen, zur Debatte inhaltlicher Schwerpunkte und zur Planung neuer Aktivitäten

An jedem zweiten Mittwoch im Monat

(9.6./14.7/. ... um 19.30 Uhr

im “Walhalla”, Augartenstraße 27

S1/11, S4, 3, H: Augartenstraße)

(Karlsruhe, Südstadt)

Wir haben ein eigenes Konto: Share e.V. / ATTAC-Karlsruhe

Volksbank Karlsruhe, BLZ: 661 900 00
Konto-Nummer: 664 386 00


Spenden, die Sie direkt an die ATTAC-Regionalgruppe Karlsruhe richten wollen, benötigen die Angabe „Verwendungszweck Spenden für ATTAC Karlsruhe“. Wir freuen uns auf jeden noch so kleinen Betrag von Ihnen. DANKE!


Herzliche Grüße

Elke Neu

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Version r1.8 - 04 Dec 2005 - 07:24 GMT - AttacGast
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