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RheinMainAirbase0203

Bericht zur großen Sitzblockade an der Rhein/Main Airbase

Wir haben uns morgens am Checkpoint des Bahnhofs getroffen. Durch Glück und Zufall waren wir gerade 20, so dass wir uns 4 Wochenend Tickets kauften und binnen zwei Stunden ankamen.

Wir haben uns dann in zwei BezugsgGuppen?, "Dornröschen" und Kanister", aufgeteilt, und sind aufgebrochen. In der Bezugsgruppe stellten wir uns eimal noch im Kreis auf, und jeder schrieb sich die Namen von jeweils seinen Nachbarn auf (um uns wiederfinden zu können, und gleichzeitig der Polizei keine komplette Liste zu liefern).

Die Stimmung war klasse, über 2000 Teilnehmer, allerdings haben viele die Organisatoren wohl kaum gehört. Drei Redner, deren Alter bei gut dem doppelten des Demo-Durchschnitts lag, hielten ihre Reden, dann ging es zur Blockade.

Wir saßen relativ weit vorne, irgendwann hat sich mal jemand am Gitter angekettet, aber wir hatten genug Spaß, dass wir es erst nachher bemerkt haben (in dem Fall wäre Eingreifen wohl auch flasch gewesen)).

'Zwei Amerikanische Sänger traten auf. eine Blaskapelle spielte die ganze Zeit (und hatte ein riesen Publikum), und eine Gruppe sang Reime auf Bush.

Die SprecherInnen? der BezugsGruppen? einigten sich, dass wir bis 16:00 Uhr bleiben wollten, und mit einem "Die In" und einem Lied oder eine Parole abschließen wollten. Leider funkten uns da die Veranstalter dazwischen, von denen wir erfuhren, dass die Sitzblockade mit der Polizei abgesprochen sei (wovon wir nun zum erstenamal hörten), und dass jetzt aber Schluss sein müsste, wir alles einpacken, den Müll einsammeln und uns davon machen sollten. Die meisten standen darauf auf, aber meines Wissens nach blieben die meisten noch. Schließlich sollte die Sitzblockade von Anfang an nicht genehmigt sein.

Wir entschlossen uns um 16:00Uhr (als niemand anders anfing) das "Die In" zu beginnen und lagen, nachdem wir alle anderen dazu aufgerufen hatten, auf dem Boden. Einige schlossen sich uns an, viele nicht, aber das störte dann auch nicht mehr wirklich.

Nachdem uns der Boden zu kalt wurde (und wir uns keine Grippe holen wollten) machten wir uns auf den Rückweg, sangen teilweise mehrstimmig "Hinter jedem Bush steckt ein Terrorist" und trafen noch vor dem Bahnhof wieder auf die Blaskapelle, die uns dann auch noch auf dem Bahnsteig mit Musik versorgte.

Fazit: Keine Komplikationen, ungenügende Organisation der Organisatoren, BezugsGruppen? noch zu wenig verbreitet, gute Musik, viel Spass, gute Laune. Am 1.3.2003 (morgen) geht's wieder los! (9:30Uhr am Meetingpoint im Bahnhof).

-- ArneBab - 28 Feb 2003

Version r1.1 - 28 Feb 2003 - 22:40 GMT - ArneBab
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