ENRON - The Smartest Guys in the Room

ENRON steht für den größten Finanzskandal der US-Wirtschaftsgeschichte. Der 1985 von Kenneth Lay gegründete Energie-Dienstleister, bei dessen Insolvenz im Januar 2002 20.000 Menschen ihren Job verloren, baute sein Geschäft auf konsequentes Bilanzfälschen auf. Ein ausgeklügeltes System von Unterfirmen ließ den Börsenwert von ENRON, trotz immenser Schuldenberge, ins Unermessliche wachsen. Schamlos hatten die verantwortlichen Manager sich bis zum letzten Moment persönlich bereichert und dabei unter anderem zwei Milliarden Dollar des Pensionsfonds vernichtet.

Der Dokumentarfilm von Alex Gibney rekonstruiert den atemberaubenden Aufstieg und Fall dieses "New Economy"-Börsenstars. Amerikanische Gerichte haben dem Verwaltungsrat im Januar 2005 eine Entschädigung in Höhe von 168 Mio. Dollar zugesprochen.

"ENRON - The Smartest Guys in the Room" ist weniger Dokumentarfilm als ein spannender Wirtschaftskrimi. Die Oscar-nominierte Dokumentation basiert auf dem gleichnamigen Buch von Bethany McLean und Peter Elkind. Neben den beiden Journalisten kommen Börsianer, Politiker, Rechts- und Staatsanwälte zu Wort.

An der Chronologie der Ereignisse entlang rollt die von Peter Coyote erzählte Dokumentation den Fall ENRON auf, der das Paradebeispiel abgibt für eine gescheiterte Deregulierung und eine käufliche Wirtschaftspolitik, die blindlings dem Markt und seinen Goldgräbern vertraut.